Ausschreibung eines Jahresstipendiums für Künstlerinnen und Künstler in der Stadt, die niemals schläft
Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und das Land Niedersachsen fördern gemeinsam bildende Künstlerinnen und Künstler aus Niedersachsen mit einem einjährigen Aufenthalt in New York. Gesucht wird eine herausragende künstlerische Persönlichkeit, für die ein solches Stipendium wesentliche Impulse für die weitere künstlerische Entwicklung haben kann. Der Aufenthalt ist an das International Studio and Curatorial Program (ISCP) angebunden.
Die Förderung umfasst einen Aufenthalt in New York für die Zeit vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013. Während dieser Zeit werden ein Atelier und eine Wohnung kostenlos zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird ein Betrag von 1.100 Euro als Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten gewährt, das sich im ersten und letzten Aufenthaltsmonat um jeweils 500 Euro erhöht.
Im Anschluss an den New York-Aufenthalt findet in Absprache mit dem Stipendiaten bzw. der Stipendiatin eine Wanderausstellung in zwei niedersächsischen Kunstvereinen statt. Die Präsentation und der begleitende Katalog sind ein Teil des Stipendiums. Sie werden ebenfalls aus Mitteln der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen mitfinanziert.
Anträge können bis zum 31.05.2012 (Eingang) an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Leibnizufer 9, 30169 Hannover, eingereicht werden. Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben und bis zum
31.12.2012 das vierzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Die bisherigen Stipendiaten waren Christoph Girardet, Bjørn Melhus, Hannes Kater, Rainer Splitt, Julia Schmid, Thomas Ganzenmüller, Dirk Dietrich Hennig, Bettina Cohnen, Claudia Kapp, Jaqueline Doyen und Francisco Montoya.
Weitere Informationen und den Antragsvordruck finden Sie hier
Pressemitteilung 04.05.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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Freitag, 4. Mai 2012
Montag, 16. April 2012
Arno C. Schmetjen: Facetten
Niedersächsischer Justizminister eröffnet Ausstellung im Landgericht Stade
STADE. Im Gebäude des Amts- und Landgerichts Stade wird erstmals in seiner mehr als einhundertjährigen Geschichte eine Kunstausstellung von Rang durchgeführt. Gezeigt wird unter dem Ausstellungstitel „Facetten" ein Überblick über das Werk von Arno Christian Schmetjen aus den letzten 28 Jahren seines künstlerischen Wirkens.
„Mit der Werkschau des im Raum Stade geborenen und national insbesondere in Berlin und Brandenburg, wie auch auf internationalem Parkett erfolgreich tätigen Künstlers Arno C. Schmetjen werden der Öffentlichkeit im Landgerichtsgebäude in Stade erstmals Kunstwerke von außergewöhnlicher Qualität gezeigt. Die niedersächsische Justiz zeigt sich einmal mehr bürgernah und gewährt einen Einblick in eine weitere Facette ihres Tuns und bestätigt damit ihre Innovationsfreude und Offenheit gegenüber der Gesellschaft. Ich freue mich heute diese außergewöhnliche Ausstellung eröffnen zu dürfen", sagte der Niedersächsische Justizminister bei der feierlichen Veranstaltung.
Die Werkschau von Arno C. Schmetjen bietet mit weit über einhundert Arbeiten einen in diesem Facettenreichtum bisher noch nie gezeigten Überblick aus dem Oeuvre des Künstlers. Die Ausstellung dokumentiert die Vielschichtigkeit des Künstlers und reicht von feinsinnigen, zurückhaltenden Zeichnungen und Collagen bis zu geradezu brachial bearbeiteten Großformaten.
Nach über zehnjähriger Schaffensperiode in Berlin/Brandenburg und Frankreich kehrte der aus dem Landkreis Stade stammende Künstler Arno C. Schmetjen im Jahr 2010 in seine niedersächsische Heimat zurück. In den vergangenen zwei Jahren begeisterten seine Arbeiten Ausstellungsbesucher u. a. im Niedersächsischen Kulturministerium, im CFK Forschungszentrum Nord sowie dem Kunstmuseum Kalkar. Im Winter 2011 wurden seine Druckgrafiken auf der Druckgrafikmesse in New York gezeigt. In den kommenden Monaten werden seine Arbeiten im Marschtorzwinger Buxtehude und im Celler Schloss präsentiert und der Künstler vertritt ebenfalls die Hansestadt Stade auf den in diesem Sommer stattfindenden HanseArtWorks in Lüneburg, wo die Darstellung seiner Werke von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden.
Pressemitteilung 16.04.2012, Nds. Justizministerium
STADE. Im Gebäude des Amts- und Landgerichts Stade wird erstmals in seiner mehr als einhundertjährigen Geschichte eine Kunstausstellung von Rang durchgeführt. Gezeigt wird unter dem Ausstellungstitel „Facetten" ein Überblick über das Werk von Arno Christian Schmetjen aus den letzten 28 Jahren seines künstlerischen Wirkens.
„Mit der Werkschau des im Raum Stade geborenen und national insbesondere in Berlin und Brandenburg, wie auch auf internationalem Parkett erfolgreich tätigen Künstlers Arno C. Schmetjen werden der Öffentlichkeit im Landgerichtsgebäude in Stade erstmals Kunstwerke von außergewöhnlicher Qualität gezeigt. Die niedersächsische Justiz zeigt sich einmal mehr bürgernah und gewährt einen Einblick in eine weitere Facette ihres Tuns und bestätigt damit ihre Innovationsfreude und Offenheit gegenüber der Gesellschaft. Ich freue mich heute diese außergewöhnliche Ausstellung eröffnen zu dürfen", sagte der Niedersächsische Justizminister bei der feierlichen Veranstaltung.
Die Werkschau von Arno C. Schmetjen bietet mit weit über einhundert Arbeiten einen in diesem Facettenreichtum bisher noch nie gezeigten Überblick aus dem Oeuvre des Künstlers. Die Ausstellung dokumentiert die Vielschichtigkeit des Künstlers und reicht von feinsinnigen, zurückhaltenden Zeichnungen und Collagen bis zu geradezu brachial bearbeiteten Großformaten.
Nach über zehnjähriger Schaffensperiode in Berlin/Brandenburg und Frankreich kehrte der aus dem Landkreis Stade stammende Künstler Arno C. Schmetjen im Jahr 2010 in seine niedersächsische Heimat zurück. In den vergangenen zwei Jahren begeisterten seine Arbeiten Ausstellungsbesucher u. a. im Niedersächsischen Kulturministerium, im CFK Forschungszentrum Nord sowie dem Kunstmuseum Kalkar. Im Winter 2011 wurden seine Druckgrafiken auf der Druckgrafikmesse in New York gezeigt. In den kommenden Monaten werden seine Arbeiten im Marschtorzwinger Buxtehude und im Celler Schloss präsentiert und der Künstler vertritt ebenfalls die Hansestadt Stade auf den in diesem Sommer stattfindenden HanseArtWorks in Lüneburg, wo die Darstellung seiner Werke von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden.
Pressemitteilung 16.04.2012, Nds. Justizministerium
Auftakt zur 3. Saison der PartiTouren
In Niedersachsen spielt die Musik
Die PartiTouren Niedersachsen starten mit 40 musikalischen Kurzreisen von der Nordsee bis in den Harz in die dritte Saison. Auf dem Kalender stehen von Juni bis Dezember klassische, aber auch moderne Musikveranstaltungen kombiniert mit einem entsprechenden Reiseangebot.
Highlights der diesjährigen PartiTouren: Der österreischische Perkussionskünstler Martin Grubinger, der schon auf den internationalen Bühnen von New York bis Tokio stand, verwandelt die historischen Herrenhäuser Gärten mit Schlagzeug, Pauke, Trommel und Co. in eine neue Klangwelt. Beim „Jever rockt up Platt" wird zur norddeutschen Sprache in Ostfriesland gerockt und beim Festival Walk in Hitzacker unter dem Motto ‚Exil' den aus dem deutschsprachigen Raum vertriebene Künstler wie Weill, Brecht oder auch Schönberg gedacht. Die PartiTour Klassik im Kloster vereint zwei Konzerte und Genuss für den Gaumen in der Klosterküche und -brennerei Wöltingerode.
„Die PartiTouren Niedersachsen mit ihrer gelungenen Kombination von Kultur und Tourismus sind längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt und werden zahlreiche kulturbegeisterte Gäste für Niedersachsen gewinnen", prognostiziert Professor Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.
Neu ist in diesem Jahr der redaktionelle Schwerpunkt des begleitenden PartiTouren-Magazins: eine Kurzreise durch die Architekturgeschichte Niedersachsens. Denn einige der zum Teil bereits tausend Jahre alten Bauwerke lassen sich hervorragend mit einer PartiTour verbinden.
Ein bemerkenswertes Angebot, wie auch Wirtschaftsminister Jörg Bode findet: „In unseren Augen haben sich die PartiTouren als erstklassiges Instrument der Tourismusförderung in Niedersachsen etabliert. Die Landesinitiative als Symbiose der reizvollsten Angebote aus dem Reise- sowie dem Musikland Niedersachsen begeistert die Kurzurlauber und sorgt zugleich für zahlreiche wirtschaftliche Impulse in den einzelnen Regionen - und das schafft bzw. sichert wertvolle Arbeitsplätze."
Das aktuelle PartiTouren Niedersachsen-Magazin enthält alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Kurzreiseangeboten und kann ab sofort kostenfrei bestellt werden: online unter www.partitouren-niedersachsen.de oder telefonisch unter der Hotline (0511) 27048877.
Die PartiTouren Niedersachsen sind ein auf drei Jahre angelegtes Netzwerkprojekt mit einem Volumen von 800.000 Euro. Es wird mit Landesmitteln der Niedersächsischen Ministerien für Wissenschaft und Kultur sowie Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. Umgesetzt wird das Projekt von der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Pressemitteilung 15.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Die PartiTouren Niedersachsen starten mit 40 musikalischen Kurzreisen von der Nordsee bis in den Harz in die dritte Saison. Auf dem Kalender stehen von Juni bis Dezember klassische, aber auch moderne Musikveranstaltungen kombiniert mit einem entsprechenden Reiseangebot.
Highlights der diesjährigen PartiTouren: Der österreischische Perkussionskünstler Martin Grubinger, der schon auf den internationalen Bühnen von New York bis Tokio stand, verwandelt die historischen Herrenhäuser Gärten mit Schlagzeug, Pauke, Trommel und Co. in eine neue Klangwelt. Beim „Jever rockt up Platt" wird zur norddeutschen Sprache in Ostfriesland gerockt und beim Festival Walk in Hitzacker unter dem Motto ‚Exil' den aus dem deutschsprachigen Raum vertriebene Künstler wie Weill, Brecht oder auch Schönberg gedacht. Die PartiTour Klassik im Kloster vereint zwei Konzerte und Genuss für den Gaumen in der Klosterküche und -brennerei Wöltingerode.
„Die PartiTouren Niedersachsen mit ihrer gelungenen Kombination von Kultur und Tourismus sind längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt und werden zahlreiche kulturbegeisterte Gäste für Niedersachsen gewinnen", prognostiziert Professor Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.
Neu ist in diesem Jahr der redaktionelle Schwerpunkt des begleitenden PartiTouren-Magazins: eine Kurzreise durch die Architekturgeschichte Niedersachsens. Denn einige der zum Teil bereits tausend Jahre alten Bauwerke lassen sich hervorragend mit einer PartiTour verbinden.
Ein bemerkenswertes Angebot, wie auch Wirtschaftsminister Jörg Bode findet: „In unseren Augen haben sich die PartiTouren als erstklassiges Instrument der Tourismusförderung in Niedersachsen etabliert. Die Landesinitiative als Symbiose der reizvollsten Angebote aus dem Reise- sowie dem Musikland Niedersachsen begeistert die Kurzurlauber und sorgt zugleich für zahlreiche wirtschaftliche Impulse in den einzelnen Regionen - und das schafft bzw. sichert wertvolle Arbeitsplätze."
Das aktuelle PartiTouren Niedersachsen-Magazin enthält alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Kurzreiseangeboten und kann ab sofort kostenfrei bestellt werden: online unter www.partitouren-niedersachsen.de oder telefonisch unter der Hotline (0511) 27048877.
Die PartiTouren Niedersachsen sind ein auf drei Jahre angelegtes Netzwerkprojekt mit einem Volumen von 800.000 Euro. Es wird mit Landesmitteln der Niedersächsischen Ministerien für Wissenschaft und Kultur sowie Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. Umgesetzt wird das Projekt von der TourismusMarketing Niedersachsen GmbH.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Pressemitteilung 15.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Freitag, 13. April 2012
Erstes InterKulturBarometer vorgestellt
Einfluss der kulturellen Teilhabe auf Integration wurde bislang unterschätzt
HANNOVER. Ziel des ersten InterKulturBarometer ist es, verlässliche Zahlen über die kulturellen und künstlerischen Prozesse einer durch Migration beeinflussten Gesellschaft sowie die kulturelle Partizipation und Identität der Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zu erhalten. Die Ergebnisse werden heute auf dem Symposium „InterKulturBarometer Deutschland - Kulturelle Teilhabe, künstlerische Interessen, kulturpolitische Perspektiven" des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim auf der Domäne Marienburg an der Universität Hildesheim erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert. Die Erkenntnisse werden in das Kulturentwicklungskonzept Niedersachsen (KEK) einfließen.
„Kulturelle Partizipation ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die gesellschaftliche Integration, der bislang unterschätzt wurde", betont die niedersächsische Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung und sagt weiter: „Es hat sich gezeigt, dass Migrationserfahrungen und die aktuelle Lebenssituation dann als sehr positiv empfunden werden, wenn eine tatsächliche Teilnahme am kulturellen Geschehen der Region stattfindet."
Insbesondere die migrantische Bevölkerung vertritt einen eher breiten Kulturbegriff, der das menschliche Miteinander und das Alltagsleben mit einbezieht. Insgesamt haben die Bevölkerungsgruppen mit und ohne Migrationshintergrund ein nahezu identisches Bild vom aktuellen Kulturleben in Deutschland. Speziell die junge migrantische Bevölkerung ist in ihrer Freizeit anteilig stärker künstlerisch-kreativ tätig. Insgesamt wird jedoch das migrantische Publikum noch nicht ausreichend vom öffentlich geförderten Kulturleben erreicht.
Mit dem Herkunftsland werden vor allem emotional besetzte gesellschaftliche Themenfelder wie die Bedeutung der Familie, kulinarische Traditionen oder die Kulturgeschichte verbunden. Die positive Bewertung der Kulturgeschichte des Herkunftslandes zieht sich bis in die dritte Migrantengeneration, während die anderen Themenfelder tendenziell verblassen. Daraus lässt sich schließen, dass eine positive Beziehung zur Kulturgeschichte eines Landes wichtig für die emotionale Verbundenheit mit diesem ist. Die Vertrautheit mit der Kulturgeschichte von Aufnahme- und Herkunftsland sowie das Gefühl, an dieser teilzuhaben, können den Integrationsprozess nachhaltig positiv beeinflussen. Kultureinrichtungen sollten daher gezielt vor allem die kulturinteressierte dritte Generation ansprechen.
Um migrantische Zielgruppen stärker in die bestehende kulturelle Infrastruktur einzubinden, ist eine intensivere Ansprache des sozialen Umfeldes eine wichtige Voraussetzung. Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Multiplikatoren innerhalb des sozialen Umfeldes in Abhängigkeit vom Herkunftsland unterschiedlich gewichtet sind. Während die deutschstämmige Bevölkerung die Nichtteilhabe am Kulturleben auf ihr persönliches Desinteresse zurückführt, geben migrantische Zielgruppen fehlende Freizeitpartner und Begleitpersonen aus dem Umfeld als Ursache an.
Die Befragten sprechen sich mit und ohne Migrationshintergrund für mehr Kulturbesuche sowie die vermehrte Einbindung von Künstlern und Kunst aus den Migrantenherkunftsländern aus. Speziell die migrantische Bevölkerung betont die Notwendigkeit von mehr Kultur- und Vermittlungsangeboten in der Sprache der Herkunftsländer. Vor allem Migranten der ersten Generation sowie Bevölkerungsgruppen mit russischem und türkischem Migrationshintergrund teilen diese Ansicht.
Hingegen zeigt die deutschstämmige Bevölkerung vergleichsweise wenig Interesse an Kunst und Kultur aus typischen Migrantenherkunftsländern, hier vor allem aus dem islamisch geprägten Kulturraum. 16 Prozent der deutschstämmigen Bevölkerung haben schon einmal einen Migrantenkulturverein besucht, 12 Prozent tun dies in regelmäßigeren Abständen. Es handelt sich hier vor allem um junge, gebildete Kulturinteressierte aus größeren Städten. Gerade für das Flächenland Niedersachsen gilt es, den unterschiedlich ausgeprägten Anteil der Ausländerinnen und Ausländer zu berücksichtigen. In Hannover lag er 2010 bei 14,1 Prozent, in der Region Hannover bei 9,9 Prozent und in Aurich dagegen bei nur 2,8 Prozent. Das Flächenland Niedersachen hat also mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten im Bereich der Integration zu tun.
Für Niedersachsen lassen sich folgende Ergebnisse des InterKulturBarometer herausstellen:
Das InterKulturBarometer ist eine wissenschaftliche Studie des Bundes und der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die erstmals die kulturelle Identität und Teilhabe von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund untersucht. Ziel ist dabei, ein empirisch fundiertes Bild über die kulturellen und künstlerischen Prozesse in der heutigen Gesellschaft zu gewinnen. Bei der vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten gemeinsamen Untersuchung wurden in ganz Deutschland seit August letzten Jahres 2.800 Menschen ab einem Alter von 14 Jahren befragt. Die vom Zentrum für Kulturforschung aus Bonn erarbeitete Studie beinhaltet einen Schwerpunkt mit 550 Befragten in Niedersachsen.
Pressemitteilung 13.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
HANNOVER. Ziel des ersten InterKulturBarometer ist es, verlässliche Zahlen über die kulturellen und künstlerischen Prozesse einer durch Migration beeinflussten Gesellschaft sowie die kulturelle Partizipation und Identität der Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte zu erhalten. Die Ergebnisse werden heute auf dem Symposium „InterKulturBarometer Deutschland - Kulturelle Teilhabe, künstlerische Interessen, kulturpolitische Perspektiven" des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim auf der Domäne Marienburg an der Universität Hildesheim erstmals öffentlich präsentiert und diskutiert. Die Erkenntnisse werden in das Kulturentwicklungskonzept Niedersachsen (KEK) einfließen.
„Kulturelle Partizipation ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für die gesellschaftliche Integration, der bislang unterschätzt wurde", betont die niedersächsische Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung und sagt weiter: „Es hat sich gezeigt, dass Migrationserfahrungen und die aktuelle Lebenssituation dann als sehr positiv empfunden werden, wenn eine tatsächliche Teilnahme am kulturellen Geschehen der Region stattfindet."
Insbesondere die migrantische Bevölkerung vertritt einen eher breiten Kulturbegriff, der das menschliche Miteinander und das Alltagsleben mit einbezieht. Insgesamt haben die Bevölkerungsgruppen mit und ohne Migrationshintergrund ein nahezu identisches Bild vom aktuellen Kulturleben in Deutschland. Speziell die junge migrantische Bevölkerung ist in ihrer Freizeit anteilig stärker künstlerisch-kreativ tätig. Insgesamt wird jedoch das migrantische Publikum noch nicht ausreichend vom öffentlich geförderten Kulturleben erreicht.
Mit dem Herkunftsland werden vor allem emotional besetzte gesellschaftliche Themenfelder wie die Bedeutung der Familie, kulinarische Traditionen oder die Kulturgeschichte verbunden. Die positive Bewertung der Kulturgeschichte des Herkunftslandes zieht sich bis in die dritte Migrantengeneration, während die anderen Themenfelder tendenziell verblassen. Daraus lässt sich schließen, dass eine positive Beziehung zur Kulturgeschichte eines Landes wichtig für die emotionale Verbundenheit mit diesem ist. Die Vertrautheit mit der Kulturgeschichte von Aufnahme- und Herkunftsland sowie das Gefühl, an dieser teilzuhaben, können den Integrationsprozess nachhaltig positiv beeinflussen. Kultureinrichtungen sollten daher gezielt vor allem die kulturinteressierte dritte Generation ansprechen.
Um migrantische Zielgruppen stärker in die bestehende kulturelle Infrastruktur einzubinden, ist eine intensivere Ansprache des sozialen Umfeldes eine wichtige Voraussetzung. Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Multiplikatoren innerhalb des sozialen Umfeldes in Abhängigkeit vom Herkunftsland unterschiedlich gewichtet sind. Während die deutschstämmige Bevölkerung die Nichtteilhabe am Kulturleben auf ihr persönliches Desinteresse zurückführt, geben migrantische Zielgruppen fehlende Freizeitpartner und Begleitpersonen aus dem Umfeld als Ursache an.
Die Befragten sprechen sich mit und ohne Migrationshintergrund für mehr Kulturbesuche sowie die vermehrte Einbindung von Künstlern und Kunst aus den Migrantenherkunftsländern aus. Speziell die migrantische Bevölkerung betont die Notwendigkeit von mehr Kultur- und Vermittlungsangeboten in der Sprache der Herkunftsländer. Vor allem Migranten der ersten Generation sowie Bevölkerungsgruppen mit russischem und türkischem Migrationshintergrund teilen diese Ansicht.
Hingegen zeigt die deutschstämmige Bevölkerung vergleichsweise wenig Interesse an Kunst und Kultur aus typischen Migrantenherkunftsländern, hier vor allem aus dem islamisch geprägten Kulturraum. 16 Prozent der deutschstämmigen Bevölkerung haben schon einmal einen Migrantenkulturverein besucht, 12 Prozent tun dies in regelmäßigeren Abständen. Es handelt sich hier vor allem um junge, gebildete Kulturinteressierte aus größeren Städten. Gerade für das Flächenland Niedersachsen gilt es, den unterschiedlich ausgeprägten Anteil der Ausländerinnen und Ausländer zu berücksichtigen. In Hannover lag er 2010 bei 14,1 Prozent, in der Region Hannover bei 9,9 Prozent und in Aurich dagegen bei nur 2,8 Prozent. Das Flächenland Niedersachen hat also mit ganz unterschiedlichen Gegebenheiten im Bereich der Integration zu tun.
Für Niedersachsen lassen sich folgende Ergebnisse des InterKulturBarometer herausstellen:
- Die Niedersächsischen Migrantinnen und Migranten sind etwas unzufriedener mit ihrer Lebenssituation als der Bundesdurchschnitt, was mit fehlenden Infrastrukturen im ländlichen Raum zusammenhängen könnte. 23 Prozent der Befragten bemängeln die schwierige Erreichbarkeit von Kulturzentren.
- Die Schule spielt in Niedersachsen eine wichtige Rolle als Impulsgeber für den ersten Kulturbesuch bei den Migranten in Niedersachsen. So wird die migrantische Bevölkerung in unserem Bundesland anteilig stärker über die Kitas erreicht als bundesweit.
- Speziell die dritte Migrantengeneration in Niedersachen profitiert von schulisch-kulturellen Bildungsangeboten des Landes. Auch werden diese Angebote besser beurteilt als im Bundesdurchschnitt. Hier greift besonders das Musikalisierungsprogramm, denn in der dritten Migrantengeneration in Niedersachsen hat ein überproportionaler Anteil schon einmal musiziert.
Das InterKulturBarometer ist eine wissenschaftliche Studie des Bundes und der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, die erstmals die kulturelle Identität und Teilhabe von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund untersucht. Ziel ist dabei, ein empirisch fundiertes Bild über die kulturellen und künstlerischen Prozesse in der heutigen Gesellschaft zu gewinnen. Bei der vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten gemeinsamen Untersuchung wurden in ganz Deutschland seit August letzten Jahres 2.800 Menschen ab einem Alter von 14 Jahren befragt. Die vom Zentrum für Kulturforschung aus Bonn erarbeitete Studie beinhaltet einen Schwerpunkt mit 550 Befragten in Niedersachsen.
Pressemitteilung 13.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Neueröffnung des Klosters Frenswegen in Nordhorn
HANNOVER/NORDHORN. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat heute an der Wiedereröffnung des Klosters Frenswegen in Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim teilgenommen.
Das ehemalige, 1394 gegründete Augustiner-Chorherrenstift, in dem seit 1974 eine ökumenische Bildungs- und Begegnungsstätte besteht, ist in den zurückliegenden Jahren umfassend saniert worden. Gemeinsame Träger der Baumaßnahmen waren die Stiftung Niedersachsen, die Trägerkirchen aus dem Bistum Osnabrück, die Klosterkammer Hannover, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stifter des Klosters und der Förderverein des Klosters. Das Land Niedersachsen hat für die Sanierungsarbeiten des Klosters zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II und für besondere denkmalpflegerische Maßnahmen - wie zum Beispiel für die Sanierung der bauhistorisch wertvollen Sandsteinfassaden - zusätzlich 210.000 € zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung aus Anlass der Neueröffnung erklärte Ministerpräsident David McAllister:
„Unser Land ist ganz maßgeblich durch die Klöster geprägt worden. Sie sind ein wichtiger Teil unserer christlichen Tradition. Von Beginn an waren sie nicht nur Zentren des Glaubens, sondern ebenso Orte der Bildung, des Handwerks und der Kunst. Von ihnen gingen bis ins späte Mittelalter hinein Impulse für das wirtschaftliche Leben und für die Wissenschaft aus. Die zahlreichen Klöster und kirchlichen Einrichtungen in Niedersachsen zeugen davon, wie tief die Wurzeln der christlichen Tradition in unserem Land sind und wie lebendig diese Tradition heute nach wie vor ist."
Das Kloster Frenswegen sei heute eine kirchliche Einrichtung von besonderer Bedeutung. Es sei nicht nur eine Insel der Besinnung für Auserwählte wie im Mittelalter, sondern ein modernes Kloster, das seine Aufgabe in der heutigen Zeit gefunden habe, ein der Welt zugewandter Ort. Es leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des sogenannten Öffentlichkeitsauftrags der Kirche, über den sich Land und Kirche einig seien. Als kirchliche Bildungseinrichtung halte das Kloster Frenswegen ein ebenso vielfältiges wie werteorientiertes Bildungsangebot vor. Es unterstreiche damit die Bedeutung kirchlicher Träger für die Jugend- und Erwachsenenbildung.
Weiter betonte der Ministerpräsident: „Die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung, die kirchlichen Kulturdenkmäler auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Es beteiligt sich deshalb auch finanziell. Beispielhaft nenne ich die Sanierung des Hildesheimer Mariendoms oder die Instandsetzung des Klosters Walkenried im Harz. Diesen Beitrag wollen wir auch zukünftig leisten. Die Landesregierung wird dabei eng und vertrauensvoll mit den Kirchen in Niedersachsen zusammenarbeiten."
Es sei - wie David McAllister weiter ausführte - ein glücklicher Zufall gewesen, dass die Planungen für die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Kloster Frenswegen zeitlich mit der Aufstellung des Konjunkturpaketes II zusammengefallen seien. So habe dieses Vorhaben ein „Leuchtturmprojekt" des Landes werden können. Mit den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von zwei Millionen Euro seien im Altbau angemessene Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. So sei ein Neubau mit modernen Küchenräumen, Speisesaal und Mehrbettzimmern für Besucher entstanden.
Der Ministerpräsident dankte ausdrücklich allen beteiligten Trägern der Baumaßnahmen. Sie hätten den Umbau erst möglich gemacht. So könne das Kloster Frenswegen auch zukünftig ein Ort der Besinnung, der Bildung, der Begegnung, der Toleranz und des gemeinsamen Nachdenkens bleiben.
Pressemitteilung 12.04.2012, Nds. Staatskanzlei
Das ehemalige, 1394 gegründete Augustiner-Chorherrenstift, in dem seit 1974 eine ökumenische Bildungs- und Begegnungsstätte besteht, ist in den zurückliegenden Jahren umfassend saniert worden. Gemeinsame Träger der Baumaßnahmen waren die Stiftung Niedersachsen, die Trägerkirchen aus dem Bistum Osnabrück, die Klosterkammer Hannover, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stifter des Klosters und der Förderverein des Klosters. Das Land Niedersachsen hat für die Sanierungsarbeiten des Klosters zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II und für besondere denkmalpflegerische Maßnahmen - wie zum Beispiel für die Sanierung der bauhistorisch wertvollen Sandsteinfassaden - zusätzlich 210.000 € zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung aus Anlass der Neueröffnung erklärte Ministerpräsident David McAllister:
„Unser Land ist ganz maßgeblich durch die Klöster geprägt worden. Sie sind ein wichtiger Teil unserer christlichen Tradition. Von Beginn an waren sie nicht nur Zentren des Glaubens, sondern ebenso Orte der Bildung, des Handwerks und der Kunst. Von ihnen gingen bis ins späte Mittelalter hinein Impulse für das wirtschaftliche Leben und für die Wissenschaft aus. Die zahlreichen Klöster und kirchlichen Einrichtungen in Niedersachsen zeugen davon, wie tief die Wurzeln der christlichen Tradition in unserem Land sind und wie lebendig diese Tradition heute nach wie vor ist."
Das Kloster Frenswegen sei heute eine kirchliche Einrichtung von besonderer Bedeutung. Es sei nicht nur eine Insel der Besinnung für Auserwählte wie im Mittelalter, sondern ein modernes Kloster, das seine Aufgabe in der heutigen Zeit gefunden habe, ein der Welt zugewandter Ort. Es leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des sogenannten Öffentlichkeitsauftrags der Kirche, über den sich Land und Kirche einig seien. Als kirchliche Bildungseinrichtung halte das Kloster Frenswegen ein ebenso vielfältiges wie werteorientiertes Bildungsangebot vor. Es unterstreiche damit die Bedeutung kirchlicher Träger für die Jugend- und Erwachsenenbildung.
Weiter betonte der Ministerpräsident: „Die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung, die kirchlichen Kulturdenkmäler auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Es beteiligt sich deshalb auch finanziell. Beispielhaft nenne ich die Sanierung des Hildesheimer Mariendoms oder die Instandsetzung des Klosters Walkenried im Harz. Diesen Beitrag wollen wir auch zukünftig leisten. Die Landesregierung wird dabei eng und vertrauensvoll mit den Kirchen in Niedersachsen zusammenarbeiten."
Es sei - wie David McAllister weiter ausführte - ein glücklicher Zufall gewesen, dass die Planungen für die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Kloster Frenswegen zeitlich mit der Aufstellung des Konjunkturpaketes II zusammengefallen seien. So habe dieses Vorhaben ein „Leuchtturmprojekt" des Landes werden können. Mit den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von zwei Millionen Euro seien im Altbau angemessene Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. So sei ein Neubau mit modernen Küchenräumen, Speisesaal und Mehrbettzimmern für Besucher entstanden.
Der Ministerpräsident dankte ausdrücklich allen beteiligten Trägern der Baumaßnahmen. Sie hätten den Umbau erst möglich gemacht. So könne das Kloster Frenswegen auch zukünftig ein Ort der Besinnung, der Bildung, der Begegnung, der Toleranz und des gemeinsamen Nachdenkens bleiben.
Pressemitteilung 12.04.2012, Nds. Staatskanzlei
Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel: Vertrag unterzeichnet
Professor Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand wird neue Direktorin an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel
HANNOVER. Professor Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand nimmt ab 16. April 2012 ihre neue Tätigkeit als Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel (BAW) auf. Der entsprechende Vertrag wurde heute im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover unterzeichnet. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Karl Ermert an, der Anfang 2012 in den Ruhestand getreten ist. Professor Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, begrüßte die Entscheidung des Vorstandes der Bundesakademie mit den Worten: „Mit Frau Reinwand bekommt die Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel eine junge und engagierte Frau an ihre Spitze, die den Bereich Forschung zur kulturellen Bildung dort neu zu profilieren weiß und damit einmal mehr die Bundesakademie für kulturelle Bildung deutschlandweit mit einem Alleinstellungsmerkmal auszeichnet."
„Zusammen mit Frau Reinwand werden wir die Erfolgsgeschichte der Bundesakademie Wolfenbüttel weiterschreiben", so Dietrich Burggraf, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins zur Besetzung mit Professorin Reinwand. „Damit wird ein Generationswechsel im Team der Bundesakademie eingeleitet. Neue kulturelle Ausdrucksformen, künstlerische Entwicklungen und kulturpolitische Diskurse werden die Akademie in Wolfenbüttel weiter prägen. Die Akademiedirektorin leitet eine Einrichtung mit insgesamt 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und begleitet die vereinsrechtliche Vorstandsarbeit."
Vanessa-Isabelle Reinwand (geboren 1979) arbeitete bislang als Professorin für kulturelle Bildung an der Stiftung Universität Hildesheim mit den Arbeitsschwerpunkten: Ästhetische und kulturelle Bildung, Bildungstheorie, frühkindliche Bildung und empirische Methoden kultureller Bildung. Sie hat umfangreich zu diesen Bereichen veröffentlicht. Nach Ihrer Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation „Theaterpädagogische Prozesse in Biographieverläufen unter dem Aspekt der ästhetischen Bildung" war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Freie Berufe (IFB) und am Institut für empirische Soziologie (IfeS) an der Universität Erlangen-Nürnberg und Museumspädagogin am DB-Museum Nürnberg, um dann ab 2009 als Juniorprofessorin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim zu forschen und zu lehren. Sie ist maßgeblich an der Gründung des Forschungsnetzwerks Kulturelle Bildung beteiligt und wird künftig die Verbindung zwischen BAW und Universität Hildesheim ausbauen und stärken.
Die BAW wird seit 1986 seitens des Landes Niedersachsen gefördert. Sitz der BAW ist im Wolfenbütteler Schloss. Im Schloß befinden sich der Sitz der Verwaltung der BAW sowie eine Reihe von Werkstatt- und Übungsräumen. Das Gästehaus der Bundesakademie sowie weitere Arbeitsräume finden sich in der sogenannten Schünemannschen Mühle in unmittelbarer Nähe. Unmittelbar neben der Mühle liegt das Schünemanns Wohnhaus. Dort befinden sich Speiseräume und Hauswirtschaft sowie drei Seminarräume für Kleingruppen.
In der aktuellen Zielvereinbarung von 2010 bis Ende 2013 ist festgelegt, dass die BAW eine Festbetragsförderung in Höhe von über eine Million Euro erhält. Im Zuge der Neuordnung der niedersächsischen Kulturförderung in 2005 ist der Bundesakademie grundsätzlich die Verantwortung für die Fortbildung im Bereich der niedersächsischen Kulturverbände übertragen worden. Die Akademie bietet daher vermehrt Fortbildungen in Kooperation mit diesen Verbänden an. Auch diese Angebote werden generell bundesweit und unabhängig von Verbandsmitgliedschaften offeriert.
Weitere Informationen zur BAW finden Sie unter: www.bundesakademie.de.
Pressemitteilung 11.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
HANNOVER. Professor Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand nimmt ab 16. April 2012 ihre neue Tätigkeit als Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel (BAW) auf. Der entsprechende Vertrag wurde heute im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover unterzeichnet. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Karl Ermert an, der Anfang 2012 in den Ruhestand getreten ist. Professor Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, begrüßte die Entscheidung des Vorstandes der Bundesakademie mit den Worten: „Mit Frau Reinwand bekommt die Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel eine junge und engagierte Frau an ihre Spitze, die den Bereich Forschung zur kulturellen Bildung dort neu zu profilieren weiß und damit einmal mehr die Bundesakademie für kulturelle Bildung deutschlandweit mit einem Alleinstellungsmerkmal auszeichnet."
„Zusammen mit Frau Reinwand werden wir die Erfolgsgeschichte der Bundesakademie Wolfenbüttel weiterschreiben", so Dietrich Burggraf, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins zur Besetzung mit Professorin Reinwand. „Damit wird ein Generationswechsel im Team der Bundesakademie eingeleitet. Neue kulturelle Ausdrucksformen, künstlerische Entwicklungen und kulturpolitische Diskurse werden die Akademie in Wolfenbüttel weiter prägen. Die Akademiedirektorin leitet eine Einrichtung mit insgesamt 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und begleitet die vereinsrechtliche Vorstandsarbeit."
Vanessa-Isabelle Reinwand (geboren 1979) arbeitete bislang als Professorin für kulturelle Bildung an der Stiftung Universität Hildesheim mit den Arbeitsschwerpunkten: Ästhetische und kulturelle Bildung, Bildungstheorie, frühkindliche Bildung und empirische Methoden kultureller Bildung. Sie hat umfangreich zu diesen Bereichen veröffentlicht. Nach Ihrer Promotion zum Dr. phil. mit der Dissertation „Theaterpädagogische Prozesse in Biographieverläufen unter dem Aspekt der ästhetischen Bildung" war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Freie Berufe (IFB) und am Institut für empirische Soziologie (IfeS) an der Universität Erlangen-Nürnberg und Museumspädagogin am DB-Museum Nürnberg, um dann ab 2009 als Juniorprofessorin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim zu forschen und zu lehren. Sie ist maßgeblich an der Gründung des Forschungsnetzwerks Kulturelle Bildung beteiligt und wird künftig die Verbindung zwischen BAW und Universität Hildesheim ausbauen und stärken.
Die BAW wird seit 1986 seitens des Landes Niedersachsen gefördert. Sitz der BAW ist im Wolfenbütteler Schloss. Im Schloß befinden sich der Sitz der Verwaltung der BAW sowie eine Reihe von Werkstatt- und Übungsräumen. Das Gästehaus der Bundesakademie sowie weitere Arbeitsräume finden sich in der sogenannten Schünemannschen Mühle in unmittelbarer Nähe. Unmittelbar neben der Mühle liegt das Schünemanns Wohnhaus. Dort befinden sich Speiseräume und Hauswirtschaft sowie drei Seminarräume für Kleingruppen.
In der aktuellen Zielvereinbarung von 2010 bis Ende 2013 ist festgelegt, dass die BAW eine Festbetragsförderung in Höhe von über eine Million Euro erhält. Im Zuge der Neuordnung der niedersächsischen Kulturförderung in 2005 ist der Bundesakademie grundsätzlich die Verantwortung für die Fortbildung im Bereich der niedersächsischen Kulturverbände übertragen worden. Die Akademie bietet daher vermehrt Fortbildungen in Kooperation mit diesen Verbänden an. Auch diese Angebote werden generell bundesweit und unabhängig von Verbandsmitgliedschaften offeriert.
Weitere Informationen zur BAW finden Sie unter: www.bundesakademie.de.
Pressemitteilung 11.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Donnerstag, 5. April 2012
Land vergibt Jahresstipendien
Projekte vom verborgenen Raum hinter der Leinwand bis zur Traumfabrik Hollywood können verwirklicht werden
HANNOVER. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt in diesem Jahr die Arbeit von drei Künstlern mit einem Jahresstipendium. Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka hat jetzt die Förderung in Höhe von jeweils 12.000 Euro an die bildenden Künstlerinnen Lydia Paasche und Toulo Hassani vergeben, die ihr Studium erst im vergangenen Jahr abgeschlossen haben. Das dritte Stipendium geht an den freien Film- und Performance-Künstler Sebastian Neubauer. Alle drei Stipendiaten haben an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) studiert.
„Das Land Niedersachsen würdigt die besondere Leistung und die Begabung der Stipendiaten. Wir wollen ihnen den Einstieg in ein künstlerisches Berufsleben oder die Verwirklichung besonderer Projekte erleichtern. Mein Dank gilt den Mitgliedern der Niedersächsischen Kunstkommission, die aus vielen überzeugenden Bewerbungen die drei Stipendiaten ausgewählt haben. Daran wird deutlich, dass wir in Niedersachsen hochkarätigen künstlerischen Nachwuchs ausbilden", sagte
Wanka.
Eines der drei Jahresstipendien wird an die 1977 geborene Lydia Paasche vergeben, die von 2006 bis 2012 an der HBK Freie Kunst bei Prof. Olav C. Jenssen, Prof. Heinz-Günter Prager und Prof. Friedemann von Stockhausen studierte. Derzeit ist sie Meisterschülerin bei Prof. Jenssen und lebt in Braunschweig. Sie war an zahlreichen Ausstellungen und dem Forschungsprojekt „Harz und Heide" beteiligt. Mit dem Stipendium möchte sie unter anderem neue Transformationsebenen in ihre künstlerische Arbeit einbauen, beispielsweise neue Beziehungen von Gegenständen und Raum herstellen.
Die Künstlerin Toulu Hassani, Jahrgang 1983, erhält ebenfalls ein Jahresstipendium. Sie studierte von 2005 bis 2011 an der HBK Braunschweig und ist derzeit Meisterschülerin bei Prof. Walter Dahn. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ihr künstlerisches Projekt, den verborgenen Raum hinter der Leinwand in seiner Form zu erfassen, weiter voranzutreiben. Zudem plant sie ein Vorhaben, in dem sie ihr Projekt „Feste Masse", zwischen Bild und Skulptur erforschen und ausbauen möchte.
Das dritte Jahresstipendium erhält Sebastian Neubauer. Der 1980 geborene Künstler studierte von 2002 bis 2007 in der Filmklasse von Prof. Birgit Hein an der HBK und beendete 2009 sein Meisterschülerstudium. Seine Projektidee, die er durch das Stipendium realisieren will, trägt den Arbeitstitel „Der Komplex: Arnold Schwarzenegger". Mit einer Found-Footage-Videoprojektion will er künstlerisch am Beispiel des Bodybuilders, Schauspielers und Politikers Arnold Schwarzenegger die Heldenmythologie hinterfragen, die über die Traumfabrik Hollywood in die globalisierte Welt
„virenartig verströmt" wird.
Die Mitglieder der Niedersächsischen Kunstkommission sind: René Zechlin (Kunstverein Hannover) als Vorsitzender, Dr. Carina Plath (Sprengel Museum Hannover) als stellvetretende Vorsitzende und als weitere Mitglieder: Prof. Dr. Hubertus von Amelunxen (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig), Andrea von Lüdinghausen (Künstlerin) sowie Prof. Dr. Brigitte Oetker (Institut für Kultur- und Medienmanagement Hamburg).
Pressemitteilung 05.04.2012, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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