Freitag, 13. April 2012

Neueröffnung des Klosters Frenswegen in Nordhorn

HANNOVER/NORDHORN. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat heute an der Wiedereröffnung des Klosters Frenswegen in Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim teilgenommen.

Das ehemalige, 1394 gegründete Augustiner-Chorherrenstift, in dem seit 1974 eine ökumenische Bildungs- und Begegnungsstätte besteht, ist in den zurückliegenden Jahren umfassend saniert worden. Gemeinsame Träger der Baumaßnahmen waren die Stiftung Niedersachsen, die Trägerkirchen aus dem Bistum Osnabrück, die Klosterkammer Hannover, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stifter des Klosters und der Förderverein des Klosters. Das Land Niedersachsen hat für die Sanierungsarbeiten des Klosters zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II und für besondere denkmalpflegerische Maßnahmen - wie zum Beispiel für die Sanierung der bauhistorisch wertvollen Sandsteinfassaden - zusätzlich 210.000 € zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen einer besonderen Veranstaltung aus Anlass der Neueröffnung erklärte Ministerpräsident David McAllister:

„Unser Land ist ganz maßgeblich durch die Klöster geprägt worden. Sie sind ein wichtiger Teil unserer christlichen Tradition. Von Beginn an waren sie nicht nur Zentren des Glaubens, sondern ebenso Orte der Bildung, des Handwerks und der Kunst. Von ihnen gingen bis ins späte Mittelalter hinein Impulse für das wirtschaftliche Leben und für die Wissenschaft aus. Die zahlreichen Klöster und kirchlichen Einrichtungen in Niedersachsen zeugen davon, wie tief die Wurzeln der christlichen Tradition in unserem Land sind und wie lebendig diese Tradition heute nach wie vor ist."

Das Kloster Frenswegen sei heute eine kirchliche Einrichtung von besonderer Bedeutung. Es sei nicht nur eine Insel der Besinnung für Auserwählte wie im Mittelalter, sondern ein modernes Kloster, das seine Aufgabe in der heutigen Zeit gefunden habe, ein der Welt zugewandter Ort. Es leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des sogenannten Öffentlichkeitsauftrags der Kirche, über den sich Land und Kirche einig seien. Als kirchliche Bildungseinrichtung halte das Kloster Frenswegen ein ebenso vielfältiges wie werteorientiertes Bildungsangebot vor. Es unterstreiche damit die Bedeutung kirchlicher Träger für die Jugend- und Erwachsenenbildung.

Weiter betonte der Ministerpräsident: „Die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung, die kirchlichen Kulturdenkmäler auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Es beteiligt sich deshalb auch finanziell. Beispielhaft nenne ich die Sanierung des Hildesheimer Mariendoms oder die Instandsetzung des Klosters Walkenried im Harz. Diesen Beitrag wollen wir auch zukünftig leisten. Die Landesregierung wird dabei eng und vertrauensvoll mit den Kirchen in Niedersachsen zusammenarbeiten."

Es sei - wie David McAllister weiter ausführte - ein glücklicher Zufall gewesen, dass die Planungen für die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Kloster Frenswegen zeitlich mit der Aufstellung des Konjunkturpaketes II zusammengefallen seien. So habe dieses Vorhaben ein „Leuchtturmprojekt" des Landes werden können. Mit den vom Land zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von zwei Millionen Euro seien im Altbau angemessene Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. So sei ein Neubau mit modernen Küchenräumen, Speisesaal und Mehrbettzimmern für Besucher entstanden.

Der Ministerpräsident dankte ausdrücklich allen beteiligten Trägern der Baumaßnahmen. Sie hätten den Umbau erst möglich gemacht. So könne das Kloster Frenswegen auch zukünftig ein Ort der Besinnung, der Bildung, der Begegnung, der Toleranz und des gemeinsamen Nachdenkens bleiben.

Pressemitteilung 12.04.2012,  Nds. Staatskanzlei

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