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Dienstag, 25. September 2012

Gesund mit Herz und Hirn

Aktionstag zur Ersten Hilfe bei Herz-Kreislauferkrankungen in Hannover Hannover. Immer wieder können Situationen eintreten, in denen Erste Hilfe geleistet werden muss. Aus diesem Anlass bietet der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover gemeinsam mit Kooperationspartnern aus dem Rettungswesen einen Aktionstag zur Ersten Hilfe nach den neuen Richtlinien der Herz-Lungenwiederbelebung an. Am Sonnabend, 29. September 2012, von 10 Uhr [...]

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Putzen macht Spaß: Aktionstag rund um richtige Zahnpflege im Haus der Jugend in Hannover

Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2012 Hannover. Große Prophylaxe-Aktion zum bundesweiten Tag der Zahngesundheit im Haus der Jugend in Hannover: An zahlreichen Stationen konnten am Dienstagvormittag (25.9.) rund 170 Kinder der hannoverschen Grundschulen Meterstraße und Stammestraße anschaulich erfahren, wie sie Zahnkrankheiten vorbeugen können – zum Beispiel in einer Plaque-Neon-Show im Kariestunnel, an einem Zahnputzbrunnen, [...]

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Mittwoch, 12. September 2012

Neuen Methoden zur Bekämpfung der Tuberkulose auf der Spur

Region Hannover beteiligt sich an bundesweiter TBC-Studie Hannover . TB or not TB – so lautet der Titel einer bundesweiten Studie, die neue Methoden zur Behandlung und Verhütung von Tuberkulose (TBC) vorantreiben soll. Grundlage für die Wissenschaftler sind die Untersuchungsergebnisse der Gesundheitsämter von Hamburg, Frankfurt und der Region Hannover. Außerdem sind an dem vom Bundesministerium für [...]

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Freitag, 17. August 2012

Gesundheitsamt warnt: Blaualgen am Großen Teich in Ricklingen

Getrübter Badespaß – Badende sollten Algen meiden Region Hannover. Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover hat festgestellt, dass im Großen Teich in Ricklingen vermehrt Blaualgen aufgetreten sind. Die Gesundheitsbehörde hat deshalb einen Warnhinweis ausgesprochen. Badende – vor allem Kinder – sollten Stellen, an denen Blaualgenfelder auftreten, meiden. Davon kann, je nach Windrichtung, auch der Strand des [...]

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Mittwoch, 25. Juli 2012

Tot aufgefundene Frau in Hannover-Linden offenbar an Tuberkulose gestorben



Das Gesundheitsamt der Region Hannover ermittelt Hannover – Die am vergangenen Freitag (20.7.2012) in Hannover-Linden tot aufgefundene Frau ist offenbar an den Folgen einer Tuberkulose (TBC) verstorben. Dieser Befund wurde dem Gesundheitsamt der Region Hannover von der Polizeidirektion Hannover und der Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover mitgeteilt. Um eine Verbreitung der ansteckenden Infektionskrankheit zu verhindern, ermittelt [...]

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Freitag, 6. Juli 2012

Badeverbot am Strandbad Maschsee aufgehoben



Wasserqualität an der Badestelle Hannover. Das vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover verhängte Badeverbot für das Strandbad Maschsee wurde heute (6.7.2012) aufgehoben. Analysen von Anfang und Mitte der Woche genommenen Wasserproben haben ergeben, dass die Keimbelastung des Wassers deutlich unter den Zielwerten der Niedersächsischen Badegewässerverordnung liegt. Dem Badevergnügen am Südufer des Maschsees steht damit aus hygienischer [...]

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Freitag, 29. Juni 2012

Baden am Strandbad Maschsee weiterhin verboten



Verunreinigung der Badestelle durch Wasservögel Hannover. Am Strandbad Maschsee gilt weiterhin: Baden verboten. Kontrollen des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover haben ergeben, dass sich die Keimbelastung im Wasser zwar deutlich verbessert hat, aber weiterhin zu hoch ist, um das Badeverbot aufzuheben. In der kommenden Woche wird die Badestelle am Südufer des Maschsees erneut beprobt. Hinweisschilder direkt [...]

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Freitag, 22. Juni 2012

Mit Schwung gegen Übergewicht - ein neues Spielgerät für die Waldschule Schneeren



Aktion des Projekts „Gesund essen – täglich bewegen“ der Region Hannover Hannover/Neustadt-Schneeren. Für mehr Bewegung: Die Pausenhof der Waldschule Schneeren ist um eine Attraktion reicher. Ein neuer, schräger Drehring bietet mehreren Kindern gleichzeitig die Möglichkeit, verschiedene Spiele auszuprobieren oder einfach rumzutoben. Das Spielgerät im Wert von rund 4.000 Euro wurde vom Übergewichtspräventionsprojekt „Gesund essen – täglich [...]

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Donnerstag, 21. Juni 2012

Baden am Strandbad Maschsee verboten



Verunreinigung der Badestelle durch Wasservögel Hannover. Aufgrund hoher Keimbelastung des Wassers am Südufer des Maschsees hat der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover heute (21.6.2012) für das Strandbad ein Badeverbot verhängt. Das Badeverbot gilt bis auf weiteres und kann erst aufgehoben werden, wenn sich die Keimkonzentration deutlich vermindert. Regelmäßige Nachkontrollen sind vorgesehen. Hinweisschilder direkt am See weisen [...]

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Mittwoch, 13. Juni 2012

Mit HipHop und Gemüsesticks gegen Übergewicht



Aktionstag und Übergabe eines Sechseckrecks Abschluss des Projekts „Gesund essen – täglich bewegen“ an der Grundschule Lehrte-Süd Hannover/Lehrte. Rund zwei Jahre lang haben die Mitarbeiterinnen des Projekts „Gesund essen – täglich bewegen“ der Region Hannover die Kinder der Grundschule Lehrte-Süd in Schwung gebracht. Ziel des Programms: Lust auf Bewegung und gute Ernährung zu machen und somit Übergewicht [...]

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Montag, 11. Juni 2012

Impulse für Gesundheitsförderung in der Jugendarbeit



Basisschulung „Gut drauf“ für Jugendleitungen ab 18 Jahren Hannover/Wedemark-Gailhof. Gesunde Ernährung, Bewegung und Erholung –Komponenten, die in der Jugendarbeit eine immer größere Rolle spielen. Wie sich gesundheitsfördernde Aspekte ansprechend in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen integrieren lässt, zeigt eine Fortbildung, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelt wurde. Die so genannte „Gut-Darauf“-Schulung vor allem [...]

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Montag, 14. Mai 2012

Wasserqualität in allen EU-Badegewässern einwandfrei

Zum Start der Badeseesaison am 15. Mai 2012 in der Region Hannover Region Hannover – Schwimmen, plantschen, schnorcheln: Dem Badevergnügen unter freiem Himmel steht in der Region Hannover nichts entgegen. Zumindest nicht aus hygienischer Sicht: Zum Start der diesjährigen Badeseesaison ist die Wasserqualität an allen 26 EU-Badestellen sehr gut. Das besagen die Analysen der Wasserproben, die [...]

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Freitag, 4. Mai 2012

PCB-Belastung in Eiern eines Betriebs im Landkreis Oldenburg

Hannover. Bei der Untersuchung von Eiern in einem Discounter in Bayern ist mit 80 Nanogramm pro Gramm Eifett eine Überschreitung des Höchstgehaltes für nicht dioxinähnliche PCB ermittelt worden. Der Höchstgehalt für nicht dioxinähnliche PCB liegt bei 40 Nanogramm pro Gramm Eifett; dieser Wert ist erst seit 01.01.2012 auf europäischer Ebene festgelegt worden.

Bei dem Erzeuger handelt es sich um einen Bio-Freilandbetrieb mit 18.000 Legehennen im Landkreis Oldenburg. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Befunde am 02.05.2012 wurden alle vorhandenen Eier bei der Packstelle in Sachsen-Anhalt und über 100.000 in die Niederlande verbrachte Eier gesperrt. Alle weiteren Eier verbleiben auf dem Hof und sind ebenfalls gesperrt. Aus den verschiedenen Abteilungen des Betriebs wurden amtliche Eiproben genommen. Mit dem Ergebnis ist in der nächsten Woche zu rechnen.

Hier vorliegende Erkenntnisse lassen derzeit den Schluss zu, dass eine Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr belasteter Eier nicht besteht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist um eine gesundheitliche Bewertung gebeten worden.

Da nicht auszuschließen ist, dass sich möglicherweise belastete Eier beim Verbraucher befinden, wird nachfolgend der Erzeugercode bekannt gegeben:

0 - DE-0357911

Eier mit diesem Stempelaufdruck sollten vernichtet oder an den Handel zurückgegeben werden. Die Ermittlungen zur Eintragsursache hinsichtlich möglicher Einträge über Futter, Boden, Einstreu oder Baumaterialien werden fortgesetzt.

Pressemitteilung 04.05.2012, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

Donnerstag, 26. April 2012

dl-PCB in Eiern: Keine erhöhten Werte in weiteren Betrieben im Bereich Aurich festgestellt

Untersuchungsergebnisse für Eier aus umliegenden Betrieben liegen vor
Hannover. Eierproben aus der Nachbarschaft der von erhöhten dl-PCB-Werten betroffenen Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich zeigen keine auffälligen Werte. Diese Proben waren am Montag dieser Woche (16.04.2012) aus acht Nachbarbetrieben der von der Kontamination betroffenen Legehennenbetriebe genommen worden; nunmehr liegen alle zehn Untersuchungsergebnisse vor.

Die Befunde sind ohne Ausnahme unauffällig und liegen mit Werten von 0,28 bis 2,16 pg/g Fett für die Summe aus Dioxinen und dl-PCB deutlich unterhalb des Höchstwertes von 5 pg/g Fett. Damit bleiben die Höchstwertüberschreitungen auf die bislang benannten drei Betriebe beschränkt.

Verbraucherschutzminister Gert Lindemann zeigte sich erleichtert: „Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein größeres regionales Ausmaß der Belastungen offenbar ausgeschlossen werden kann. Jetzt müssen wir uns mit Nachdruck auf die Ursachenklärung in den betroffenen Betrieben konzentrieren."

Erste weitere Ergebnisse aus der bisher schon erfolgten Beprobung von Böden, Einstreu sowie Baumaterialien werden für die nächste Woche erwartet. Darüber hinaus werden Untersuchungen durch weitere systematische Probenentnahmen aus denkbaren Schadstoffquellen in den drei Betrieben fortgeführt und verfeinert.

Flankierend zu den aktuell laufenden Untersuchungen wird Niedersachsen einen Beschlussvorschlag in die bevorstehende Agrarministerkonferenz einbringen, der darauf abzielt, dass Schwerpunkte von Belastungen insbesondere durch dl-PCB in Eiern, deren Eintragspfade und Ursachen auf der Basis des nationalen Rückstandskontrollplans und des bundesweiten Monitorings ausgewertet werden. Die Ursachen für Belastungen von Lebensmitteln mit dl-PCB sind - anders als bei Dioxinen - nicht vollständig geklärt. Durch Auswertung der beim Bund vorliegenden Daten aus dem nationalen Rückstandskontrollplan und dem bundesweiten Monitoring sind Erkenntnisse über Ansätze für weitere Forschungsarbeiten zur Ursachenermittlung von dl-PCB-Belastungen zu erwarten.

Pressemitteilung 20.04.2012,  Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung


Kleine Rabauken - große Lücken

Zahnrettungsboxen für alle Grund- und Förderschulen in Celle
Der kleine Paul hat durch einen Spielplatzunfall zwei Frontzähne verloren. Beim Toben traf eine Wippe mit voller Wucht seinen Mund. Pauls Schicksal ist kein Einzelfall. Oft sind es Kinder und Jugendliche, die durch Unfälle, Prügeleien oder Stürze ihre Zähne schädigen oder ganz verlieren. Eine Vielzahl der Unfälle passiert im schulischen Bereich.

Statistisch gesehen verletzt sich jedes zweite Kind vor dem 16. Lebensjahr an den Zähnen. Allerdings wissen die meisten Eltern, Erzieher und Lehrer nicht, dass es möglich ist, einen ausgeschlagenen Zahn oder Zahnbruchstücke wieder einzupflanzen. Nach einem Unfall müssen die Zähne sofort in ein – mit spezieller Flüssigkeit – gefülltes Gläschen, der sogenannten Zahnrettungsbox aufbewahrt werden. Für die betroffenen Kinder ist ein geretteter Zahn ein deutlicher Vorteil gegenüber einer künstlichen, teuren und langwierigen Alternative.

Der Landkreis Celle und die Techniker Krankenkasse (TK) engagieren sich besonders für die Zahngesundheit bei Kindern und statten daher alle celleschen Grund- und Förderschulen kostenfrei mit Zahnrettungsboxen aus. Die TK finanziert die Boxen.

<strong>Techniker Krankenkasse</strong>
Landesvertretung Niedersachsen
Schillerstraße 23
30159 Hannover
Telefon: 0511-301853-0
Fax: 0511-301853-30
Email

[Pressemitteilung Techniker Krankenkasse LV Niedersachsen, 23.04.2012, Ulrike Fieback

dl-PCB in Eiern: weitere Fortschritte bei Ursachenermittlung

In Zusammenhang mit den festgestellten Belastungen von Eiern aus Betrieben im Landkreis Aurich liegen neue Untersuchungsergebnisse vor. Die Ergebnisse deuten auf einzelbetriebliche Probleme hin, denen derzeit gezielt nachgegangen wird.

Hannover. Am 19.04.2012 wurden Milchproben aus einem betroffenen Betrieb, der neben Legehennen auch eine Milchvieherde hält, und zwei weiteren benachbarten Milchviehbetrieben genommen. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse aller Milchproben bleiben sowohl unterhalb des Höchstwerts als auch unter dem deutlich niedrigeren Auslösewert. Die ermittelten Werte bewegen sich damit im Bereich der üblichen Hintergrundbelastung. Diese Ergebnisse stützen die Aussage des niedersächsischen Verbraucherschutzministers vom 20.04.2012, dass ein größeres regionales Ausmaß der Belastungen ausgeschlossen werden kann.

Inzwischen sind insgesamt 47 amtliche Proben mit dem vorgeschriebenen, sehr kosten- und zeitintensiven Analyseverfahren untersucht worden. In die Ursachenermittlung in den drei betroffenen Legehennenbetrieben sind auch Proben von Böden der Auslaufflächen, Einstreu und anderer Materialien, mit denen die Hennen in Kontakt kommen können, einbezogen worden. Die von der LUFA Hameln analysierten Bodenproben weisen PCB-Gehalte zwischen 4,93 und 8,27 ng/kg auf. Der von der Arbeitsgemeinschaft Dioxine der Umweltministerkonferenz bereits im Jahr 1990 festgelegten Richtwert für Boden zur uneingeschränkten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzung liegt bei 5 ng/kg. Die ermittelten Bodenwerte liegen damit z.T. leicht oberhalb der Hintergrundbelastung für Böden.

Im Styropor der von den Hennen eines Betriebes stark angepickten Wandverkleidung wurde ein PCB-Wert von 3,25 ng/kg gemessen. In allen anderen untersuchten Materialien wie Einstreu und Picksteine liegen die ermittelten Gehalte deutlich unterhalb dieser Werte.

Die Ursache der Belastung durch Aufnahme von Bodenpartikeln kann damit derzeit noch nicht belegt werden. Weitere Untersuchungen müssen folgen.

Für jeden der betroffenen Legehennenbetriebe wird aktuell ein Konzept zur weiteren gezielten Ursacheneingrenzung erstellt. Ziel ist es, die Betriebe wieder in die Lage zu versetzen, sichere Lebensmittel zu produzieren. Bis auf weiteres bleiben die Betriebe aber für die Abgabe von Eiern und Legehennen gesperrt.

In Ergänzung zur Untersuchung betriebsindividueller Ursachen hat ML auch Untersuchungen der Umgebungsluft veranlasst. Das Verfahren dieser speziellen Untersuchungen ist jedoch sehr zeitaufwändig. Mit den Ergebnissen dieser Untersuchungen kann daher erst in ca. 2 Monaten gerechnet werden.

Pressemitteilung 25.04.2012, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

Dienstag, 17. April 2012

dl-PCB in Eiern: Aktueller Sachstand vom 17.04.2012

Hannover. Anbei informiert das niedersächsische Verbraucherschutzministerium über den aktuellen Sachstand in Bezug auf drei gesperrte Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich aufgrund Überschreitungen der Höchstmengenwerte in Eierproben.

Zur Chronologie des vom Landkreis Aurich gesperrten Biobetriebes:

Der Landkreis Aurich ist im September 2011 aufgrund einer Höchstmengenüberschreitung in einer Eierprobe bei dem Legehennen-Biobetrieb aktiv geworden. Der Landkreis hat die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher - den Rückruf der belasteten Eier, die Sperrung des Betriebes, die Ausstallung der Legehennen sowie die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere - veranlasst. Nach Angaben des Landkreises sind keine belasteten Produkte in den Verkehr gelangt. Über diese Tätigkeiten ist das Verbraucherschutzministerium informiert worden. Das Ereignis wurde als Einzelfall angesehen, den der Landkreis in eigener Zuständigkeit korrekt bearbeitet hat.

Der Landkreis Aurich hat im Folgenden in eigener Zuständigkeit die Eier der im November neu eingestallten Legehennen regelmäßig auf eine Belastung mit Schadstoffen überprüfen lassen. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) hat - wie in solchen Fällen üblich - die Proben als Dienstleister für den Landkreis untersucht und die Ergebnisse dem Landkreis anschließend mitgeteilt. Eine Mitteilung an das Verbraucherschutzministerium erging nicht, da die Untersuchungen keine Höchstmengenüberschreitungen ergaben. Dies ist die in solchen Fällen übliche Vorgehensweise.

Da die Belastung in den Eierproben im Zeitablauf tendenziell zugenommen hat, hat der Landkreis Aurich in eigener Zuständigkeit den Biobetrieb am 5. April 2012 vorsorglich gesperrt. Das Verbraucherschutzministerium und das Laves wurden anlässlich der Sperrung nicht in Kenntnis gesetzt. Diese Vorgehensweise ist - wie bereits mehrfach dargelegt - formal nicht zu beanstanden (die Landkreise sind rechtlich nicht verpflichtet, das Verbraucherschutzministerium im Falle einer verfügten Sperre zu informieren), vor dem Hintergrund einer tendenziell steigenden Belastung der Proben wäre eine frühzeitige Information über die vorsorgliche Sperre jedoch wünschenswert gewesen. Erst am Freitag, 13. April 2012, hat das Laves die Untersuchung einer weiteren Eiprobe des Betriebes abgeschlossen, sie zeigte eine Höchstmengenüberschreitung. Die Eier, die zwischen der letzten Probe ohne Höchstmengenüberschreitung und der vorsorglichen Sperrung erzeugt worden sind, wurden umgehend zurückgerufen.

Da die Eier an einen Großhandel in Nordrhein-Westfalen geliefert worden sind, informierte das niedersächsische Verbraucherschutzministerium noch am 13. April die zuständige Behörde in NRW und in einer Pressemitteilung auch die Öffentlichkeit.

Zur Ermittlung der Ursachen der dl-PCB-Belastung:

Die vom Laves in den drei betroffenen Legehennenbetrieben am vergangenen Freitag entnommenen Proben - unter anderem Futtermittel, Einstreu, verschiedene Bodenproben, Branntkalk, Styropor und Gasbetonstein - werden derzeit in den Laboren untersucht. Ergänzend wurden in den umliegenden Betrieben Eierproben aus zehn Ställen genommen, die ebenfalls derzeit untersucht werden. Das Verbraucherschutzministerium hat außerdem das Laves beauftragt, den möglichen PCB-Eintrag über die Luft in Zusammenarbeit mit Experten zu klären.

Mit ersten Ergebnissen wird voraussichtlich am Freitag, 20. April, gerechnet.

Ergänzend zum aktuellen Sachstand vom 17.04.2012 nimmt Minister Lindemann wie folgt Stellung:
„Es ist bemerkenswert, dass der Landkreis Aurich behauptet, das Ministerium frühzeitig informiert zu haben, der Landkreis dem ML (und übrigens auch dem LAVES) die vorsorgliche Sperrung des Legehennenbetriebes vom 5. April jedoch erst mit einer Woche Verzögerung - nämlich am Donnerstagnachmittag, 12. April - gemeldet hat. Nur dies war der Kritikpunkt des ML."

Pressemitteilung 17.04.2012, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

Montag, 16. April 2012

dl-PCB in Eiern: Untersuchungen werden mit Hochdruck fortgeführt

Hannover. Im Rahmen von umfangreichen Betriebskontrollen hat die amtliche Futtermittelüberwachung des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bis zum gestrigen Freitagabend eine Vielzahl von Proben der betroffenen Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich genommen. So wurden unter anderem Proben vom Boden und von der Einstreu genommen. Auch andere Materialien wie Branntkalk und Proben der Stallisolierung fließen in die Untersuchungen, die am heutigen Sonnabend fortgesetzt werden, mit ein.

Im Rahmen der behördlichen Ermittlungen wird unter anderem abgeklärt, ob die Erhöhung der dl-PCB-Belastung in den Proben der erzeugten Eier der drei Betriebe betriebsindividuelle Ursachen hat oder ob möglicherweise eine räumliche Kongruenz besteht. Alle drei Unternehmen liegen in einer Region knapp nördlich des Stadtgebietes Aurich bis in das Gemeindegebiet der südlich angrenzenden Gemeinde Großefehn. Um die mögliche Ursache weiter einzugrenzen, werden stichprobenartig Eier aus den umliegenden Betrieben untersucht werden.

Nach Aufforderung durch das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hat der Landkreis Aurich jetzt ermittelt, dass aus den beiden zuerst aufgefallenen Betrieben maximal 58.500 möglicherweise mit Dioxin/dl PCB belastete Eier in den Verkehr gelangt sein könnten. Die Rückführung der gesperrten Partien ist noch nicht vollständig abgeschlossen und wird weiterhin behördlich überwacht. Die Eier sind an eine Handelskette geliefert und im Nordwesten Niedersachsens in Verkehr gelangt.

Das Ministerium weist deshalb erneut auf die Erzeugercodes der Eier hin, mit denen die betroffenen Eier in den Haushalten der Verbraucherinnen und Verbraucher identifiziert werden können:
  • 1-DE-0354451
  • 1-DE-0354452
  • 1-DE-0354453
  • 1-DE-0352691
Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird das niedersächsische Verbraucherschutzministerium entsprechend informieren.

Pressemitteilung 14.04.2012,  Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung

dl-PCB in Eiern: Aktueller Sachstand am Freitagabend (13.04.2012)

Hannover. Im Rahmen der Ermittlungen zu den Höchstgehaltsüberschreitungen bei Eiern im Landkreis Aurich wurde bei der Prüfung der Eigenkontrollen der Futtermittel kein Hinweis auf eine Belastung mit Dioxinen/dl-PCB gefunden. Die amtlichen Untersuchungen dauern an.

Im Zuge der aktuellen Ermittlungen wurde das niedersächsische Verbraucherschutzministerium gestern vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) über einen weiteren Betrieb im Landkreis Aurich informiert, der wegen einer tendenziell zunehmenden dl-PCB-Belastung der Eier unter Beobachtung durch den Landkreis stünde. Die bisherigen Befunde lägen jedoch unterhalb des gesetzlichen Höchstgehaltes.

Heute Nachmittag wurde dem niedersächsischen Verbraucherschutzministerium mitgeteilt, dass in einer heute abgeschlossenen Eiprobe dieses Betriebes eine Höchstgehaltsüberschreitung festgestellt wurde. Nach Mitteilung des Landkreises Aurich ist der Betrieb vorsorglich vor Ostern gesperrt worden.

In der Zeit von der Entnahme der beanstandeten Probe bis zur Sperre des Betriebes sind nach jetzigem Stand rund 100 000 Eier in den Verkehr gelangt. Diese Eier wurden an einen Großhändler in NRW geliefert.

Der Großhändler und die Behörden in NRW sind informiert.

Der Summengehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt bei der vorliegenden Probe bei 9,89 pg/g Fett (der zugelassene Höchstgehalt liegt bei 5,0 pg/g Fett). Für die Verbraucher besteht bei möglichem Verzehr der Eier somit ebenfalls keine Gefährdung der Gesundheit.

Die Ermittlungen zum Kontaminationsgeschehen werden fortgesetzt.

Pressemitteilung 13.04.2012, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung


Freitag, 13. April 2012

dl-PCB in Eiern: Weitere Betriebe in der Region werden vorsorglich kontrolliert

Umfangreiche Untersuchungen veranlasst
Hannover. Nachdem im Rahmen von Eigenkontrolluntersuchungen der Erzeugergemeinschaft in zwei Betrieben im Landkreis Aurich erhöhte Gehalte an dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) in Eiern festgestellt worden sind, hat das niedersächsische Verbraucherschutzministerium am heutigen Freitag umfangreiche weitere Untersuchungen veranlasst. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich um konventionelle Freilandhaltungen mit 800 Legehennen in einem Stall, beziehungsweise insgesamt 2.800 Legehennen in drei Ställen. Der Summengehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt bei den vorliegenden Proben bei 7,74 und 19,5pg/g Fett (der zugelassene Höchstgehalt liegt bei 5,0 pg/g Fett).

Beide Legehennenbetriebe werden heute von der Futtermittelüberwachung des Landes kontrolliert. Futtermittelproben sowie Proben des Bodens und des Tränkewassers sind veranlasst worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand beziehen die Betriebe Futtermittel von einem niedersächsischen Futtermittellieferanten. Bei dem Futtermittellieferanten handelt es sich nicht um den Lieferanten, der die betroffenen Betriebe in Nordrein-Westfalen beliefert hat. Es gibt nach derzeitigem Kenntnisstand also keine Verknüpfung zum Geschehen in NRW. Auch die Möglichkeit eines Eintrages der Belastung über die Luft wird in Betracht gezogen, hierfür setzt sich das Verbraucherschutzministerium mit dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt in Verbindung. Um eine mögliche Quelle weiter einzugrenzen, werden vorsorglich Kontrollen weiterer Legehennenbetriebe in der Region veranlasst.

Im vorliegenden Fall hat sich gezeigt, dass das neue, 2011 eingeführte, verbindliche Meldesystem greift: Nach einer Änderung des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) ist nun jedes Labor verpflichtet, auffällige Untersuchungsergebnisse den Behörden zu melden (vor der gesetzlichen Anpassung mussten ausschließlich die Ergebnisse amtlicher Kontrollen an die Behörden gemeldet werden). Diese bundesweite Neuerung, für die Niedersachsen sich als Konsequenz aus dem Dioxingeschehen im Jahr 2011 nachdrücklich eingesetzt hat, führt dazu, dass die Behörden umgehend informiert worden sind und entsprechende Schritte veranlasst werden konnten. Das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hat umgehend und kurzfristig reagiert.

Das in diesem Fall tätige Labor hat die Ergebnisse an das Landwirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein und den Landkreis Aurich am 11. April am späten Nachmittag übermittelt. Die Betriebe wurden umgehend durch den Landkreis gesperrt. Das Niedersächsische Verbraucherschutzministerium wurde am gestrigen Donnerstag in Kenntnis gesetzt und hat gestern die Erzeugercodes der möglicherweise belasteten Produkte veröffentlicht.

Mithilfe dieser Codes kann jeder Verbraucher nachvollziehen, ob sich eventuell belastete Produkte im Haushalt befinden, auch wenn nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass ein großer Teil der ausgelieferten Eier durch die behördlich überwachte Rückrufaktion aus den Regalen entfernt werden konnte. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand haben die Betriebe ausschließlich an den Handel und nicht an die verarbeitende Industrie geliefert.

In diesem Zusammenhang weist das niedersächsische Verbraucherschutzministerium auf eine aktuelle gesundheitliche Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hin, die im Rahmen des Geschehens um erhöhte PCB-Gehalte in Hühnereiern in NRW vorgenommen wurde: Das BfR kommt zu der Einschätzung, dass bei einem kurzzeitigen Verzehr der Eier eine gesundheitliche Gefährdung unwahrscheinlich ist. Da im Rahmen der Eigenkontrolluntersuchungen im vorliegenden Fall in Niedersachsen nicht - wie im Geschehen in Nordrhein-Westfalen - maximal das Sechsfache, sondern maximal das Vierfache der zugelassenen Höchstmenge nachgewiesen worden ist, kann die Stellungnahme des BfR zur weiteren Einschätzung heranzogen werden.

Die ausführliche Stellungnahme des BfR finden Sie unter www.bfr.bund.de

Pressemitteilung 13.04.2012, Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung